11 Regeln beim Autofahren im Winter!

Autofahren im Winter

Diese 11 Punkte gilt es im Winter zu beachten!

Die Winterzeit birgt beim Autofahren im Winter eine ganze Reihe von Gefahren. Damit man diese möglichst vermeidet, sollte man sich als Autofahrer an einige Regeln halten. Diesbezüglich haben wir für Sie einige Regeln zusammengestellt, die Sie sich zu Herzen nehmen sollten.

1. Unkenntliche Verkehrsschilder im Winter

Dem Gesetz nach, reicht allein die Form von einigen Verkehrsschildern aus, um von Autofahrern erkannt zu werden. Demnach kann man sich im Fall der Fälle nicht darauf beziehen, dass man ein durch Schnee unkenntlich gemachtes Verkehrszeichen, nicht erkennen konnte. Wie z. B. bei einem von Schnee bedeckten „Stoppschild“. Wenn allerdings auch die Form eines Verkehrsschildes nicht mehr erkennbar ist, dann hat es auch keine bindende Wirkung mehr.

Es werden bezüglich der Gültigkeit, von durch Schnee unkenntlich gemachten Verkehrsschildern noch einige Tatbestände berücksichtigt:

  • Ob das unkenntliche Schild eine unverwechselbare Form hat.
  • Ob der Fahrer ortskundig ist und daher angenommen werden kann, dass er die Verkehrszeichen kennt.
  • Ferner, ob man bei einer gewissen schnelleren Fahrgeschwindigkeit jemandem zumuten kann, ein unkenntliches Schild wahrnehmen zu können. Im Gegensatz dazu hat ein Fahrer bei Schritttempo mehr Zeit dafür.
  • Falls ein Geschwindigkeitsbegrenzungsschild unkenntlich ist, bedeutet das natürlich nicht, dass keine Geschwindigkeitsbegrenzung besteht. In so einem Fall gilt die vorgeschriebene Geschwindigkeit für Ortschaften oder außerhalb.

2. Haben Räum- und Streufahrzeuge Vorfahrt in der Winterzeit?

Was muss man als Autofahrer bei der Begegnung mit Räum- oder Streufahrzeugen beachten? Räum- und Streufahrzeuge haben in jedem Fall Vorfahrt! In der Praxis sieht es so aus, dass sie in der Ausübung ihrer Arbeitsaufgaben fast überall fahren dürfen. Demnach können sie gegen die Einbahn oder auf der linken Straßenseite fahren. Da der Schnee auch aus den Fußgängerzonen entfernt werden muss, gilt für sie das Fahrverbot auch dort nicht.

Räum- und Streufahrzeuge dienen während der kalten Jahreszeit als unverzichtbare Hilfe im Straßenverkehr. Aber sie sind auch eine potenzielle Gefahr. Das Überholen eines solchen Fahrzeuges ist nicht gerade ratsam. Nicht nur wegen den übergroßen Schneepflügen, die leicht zur Seite schwenken können. Durch das Streugut kann es auch zu Beschädigungen am Autolack kommen. Von den schlechten Straßenverhältnissen vor dem Einsatzfahrzeug gar nicht erst zu reden.

Daher ist es ratsam, gegenüber einem Räum- oder Streufahrzeug unbedingt ausreichend Sicherheitsabstand zu halten. Wenn ein solches Fahrzeug aus der entgegengesetzten Richtung kommt, halten Sie sich so weit wie möglich rechts. Am besten ist es, mit dem eignen Fahrzeug stehen zu bleiben, bis das Räum- oder Streufahrzeug vorbeigefahren ist.

Wer haftet, wenn Ihr Wagen von einem Streufahrzeug beschädigt wird?

Wird Ihr Auto ohne Selbstverschulden durch ein Räum- oder Streufahrzeug beschädigt, muss grundsätzlich der Winterdienst für den Schaden aufkommen.

Die Verkehrssicherungspflicht ist auch für Winterdienste verpflichtend. Wenn festgestellt wird, dass die Verkehrssicherungspflicht verletzt wurde, müssen jene, die dadurch einen Schaden erlitten haben, selbstverständlich auch entschädigt werden. Dies trifft zu wenn der Winterdienst seine Arbeit nicht fachgerecht ausgeführt hat. Es kommt vor, dass Fahrzeuge des Winterdienstes Eisblöcke oder Riesel-und Streusalzhaufen an der Fahrbahn hinterlassen. Dies kann unter Umständen zu Unfällen mit Sach- aber auch Personenschaden führen. Daher handelt es sich in solchen Fällen um eine Verletzung der Verkehrssicherheitspflicht.

Bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall muss die gegnerische Partei die Schadensregulierung übernehmen. Darunter fallen auch (außer bei Minimalschäden, mit einem Wert von bis ca. 750 Euro) die Gutachter- und Anwaltskosten.

3. Winterfahrtraining – sicheres Fahren auf Eis und Schnee!

Beim Autofahren ist es besonders wichtig, die eigene Fahrweise den Fahrbahnverhältnissen entsprechend anzupassen. Die Wetterverhältnisse können in der Regel nicht immer genau vorhergesehen werden. Außerdem sollte eine sichere Fahrweise unter allen Wetterbedingungen möglich sein. Selbstverständlich muss man für eine sichere Fahrweise im Winter entsprechendes Wissen und Fahrerkönnen besitzen. Denn um bei Eis und Schnee auf der Fahrbahn sicher zu fahren, ist Erfahrung oder eine entsprechende Schulung unbedingt notwendig. Einige Forschungen ergeben, dass Kontrollverlust über das Fahrzeug, den Hauptgrund für Unfälle im Winter darstellt. Rund 80% aller Unfälle im Winter sind auf Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug zurückzuführen.

Diesbezüglich bietet der ADAC die Möglichkeit, bei Fahrtrainings sein Wissen und Fahrerkönnen zu trainieren. Auf entsprechend präparierten Übungsplätzen werden alle möglichen winterlichen Fahrbahnverhältnisse simuliert. Hier bietet sich die Gelegenheit bei nasser, schneebedeckter oder eisglatter Fahrbahn das Fahren zu üben. Unter anderem wird beim Winterfahrtraining vom ADAC gelernt, wie man bei Schnee richtig bremst, Hindernissen ausweicht und in schneebedeckten Kurven fährt. Zudem wird das Wissen über Fahrphysik und Fahrhilfe vermittelt.

Ein Winterfahrtraining ist wärmstens zu empfehlen. Der Preis ist verhältnismäßig gering, der Nutzen hingegen könnte unermesslich groß sein!

4. Was wird unter der Bewegungsfreiheit am Steuer verstanden?

Darunter wird verstanden, dass der Fahrer durch die Bekleidung- und/oder Schuhwerk nicht in seiner Reaktionsfähigkeit behindert werden darf. Dazu gehört auch die Kopfbedeckung, die das Sichtfeld beeinträchtigen könnte. Eine Mütze oder Kappe die ins Gesicht fällt, bzw. ein ungeeignetes Schuhwerk könnte die Bewegungsfreiheit einschränken oder den Blickwinkel verengen.

Dasselbe gilt auch für zu dicke Oberbekleidung wie z.B. dicke Winterjacken. Eventuelle Bußgelder sind hier das kleinste Problem. Zu ernsthaften Problemen kommt es erst dann, wenn ein Verkehrsunfall entsteht. Dabei kommt es nicht selten vor, dass sich die Versicherung weigert, für den Schaden aufzukommen. Diese wird zunächst versuchen, Ihnen eine Teilschuld aufgrund der Bewegungsfreiheit am Steuer nachzuweisen.

Unterstützung im Schadensfall: Falls Sie Fragen oder einen Unfallschaden haben, wenden Sie sich an uns! Wir sind Ihr zuverlässiger Kfz Gutachter im Raum Hamburg und Umland.

5. Worauf sollte man im Winter bei einem Mietwagen achten?

Falls Sie einen Mietwagen für den Winter anmieten, beachten Sie bitte, ob das Fahrzeug auch entsprechend ausgerüstet ist. Denn im Ernstfall ist der Fahrer und nicht die Vermietungsgesellschaft verantwortlich.

Häufig mietet man sich für den Winterurlaub einen Mietwagen. Dabei ist zu beachten, dass im Ausland ggf. andere gesetzlichen Regelungen bestehen. Vor dem Reiseantritt ins Ausland, sollten Sie sich unbedingt über die jeweilige Straßenverkehrsordnung informieren. Auch wenn das Urlaubsziel im Winter jedes Jahr identisch ausfällt, ist dies zu empfehlen. Die Gesetzgebung im Straßenverkehr werden regelmäßig geändert.

Vorsicht ist besser als Nachsicht!

6. Ist das Warmlaufen des Motors verboten?

Ja, so unglaublich es auch klingen mag! In Deutschland ist das Warmlaufen von Motoren untersagt. Der Grund dafür dürfte wohl ein Beitrag zum Umweltschutz sein. Nach Ansicht der Gesetzgebung bestehen auch andere Möglichkeiten (z.B. eine Standheizung) das Fahrzeug aufzuwärmen. Da die Kosten für eine Standheizung mitunter recht hoch sind, müssen Fahrer und Mitfahrer, zu Beginn der Fahrt in einem eiskalten Auto verbringen.

7. Unfallrisiko vereiste Autoscheiben!

Aufgrund des Verbotes von warmlaufenden Motoren bleibt für viele Autofahrer eines nicht aus!  Eis auf den Autoscheiben. Das mühselige Eiskratzen am Morgen zählt wahrlich nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen von Fahrzeughaltern. Dies muss aber auch richtig gemacht werden! Die freie Sicht darf keinesfalls vom Eis behindert sein. Nur ein “Guckloch” allein bietet nicht ausreichend Sicht. Zudem sollte man vor dem Eiskratzen überprüfen, ob die Eiskratzer in einem einwandfreien Zustand ist. Die häufigsten Gründe für Kratzer an den Autoscheiben sind beschädigte oder ungeeignete Eiskratzer. Schmutzpartikel auf dem Eiskratzer wirken regelrecht wie Schmirgelpapier. Nach der Fahrt sollte man die Windschutzscheibe mit der Scheibenwischanlage unbedingt kurz reinigen. Auf sauberen Windschutzscheiben haftet das Eis nicht so leicht, wie auf verschmutzten Oberflächen. Eventuell zerkratzte Windschutzscheiben sehen nicht nur unschön aus! Sie beeinträchtigen bei entsprechendem Winkel der Sonneneinstrahlung oder dem Gegenlicht von anderen Fahrzeugen auch die Sicht. Daher stellen Kratzer in der Windschutzscheibe eine nicht geringe Unfallgefahr dar.

8. Zerkratze Windschutzscheibe reparieren

Früher bestand die einzige Möglichkeit Kratzer auf der Scheibe loszuwerden darin, diese teuer durch eine neue Scheibe zu ersetzen. Heutzutage gibt es Reparaturverfahren, mit denen es möglich ist, den Ursprungszustand wiederherzustellen. Hier sind die Kosten bei weitem geringer, als eine komplett neue Scheiben einzusetzen.

Beim Abkratzen von Eis sollte man zusätzlich einen Enteisungsspray verwenden. Nach einer kurzen Einwirkzeit des Enteisungsmittels, kann das Eis mit dem Gummiteil des Abkratzers problemlos entfernt werden. So wird vermieden, dass das Glas von dem harten Plastik des Abkratzers beschädigt wird.

Eine noch bessere Möglichkeit um Eis und somit auch Kratzer an der Windschutzscheibe zu vermeiden sind spezielle Abdeckfolien. Sie bieten einen ausgezeichneten Schutz für die Scheiben. Erhältlich sind diese in zahlreichen Ausführungen und mit verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten. Aber eines haben sie alle gemein, alle bieten einen hervorragenden Schutz gegen Eis auf den Scheiben.

Ein optimaler Schutz gegen gefrorene Scheiben bieten Standheizungen. Diese leider recht teure Alternative gegen Eis auf den Scheiben ist wohl die beste Lösung in der Winterzeit.

9. Beschädigung des Autos durch Dachlawinen, wer zahlt?

Man könnte glauben, dass die Beschädigung eines Autos durch Dachlawinen eher selten vorkommt. Leider ist dies aber nicht der Fall! Mit einer Vollkaskoversicherung bleibt man zumindest nicht auf den Kosten sitzen. In solchen Fällen kann man „versuchen“ eine Entschädigung für den entstandenen Schaden vom Hausbesitzer zu bekommen. Falls ein Hausbesitzer ein Schneefanggitter am Haus angebracht hat, bestehen so gut wie keine Chancen für eine Entschädigung. Allerdings haben lediglich 24,72% (Stand 2016) der Autobesitzer eine Vollkaskoversicherung. Der Großteil der Versicherten besitzt lediglich eine Kfz-Haftpflichtversicherung.

Arten von Kfz-Versicherungen: Vor- und Nachteile einer Haftpflichtversicherung!

Fazit: Achten Sie als Fahrzeughalter besonders zur Winterzeit darauf, wo Sie das Fahrzeug abstellen!

10. Parkschein wegen verschneiten oder vereisten Windschutzscheiben nicht sichtbar?

Wie sieht nun die Situation mit den Parkscheinen bei vereister Windschutzscheibe aus? Die Straßenverkehrsordnung besagt, dass der Parkschein im Wageninnern gehalten werden soll. Natürlich soll der Parkschein durch die Windschutzscheibe ersichtlich sein. Bei einer durch Schnee oder Eis bedeckten Windschutzscheibe verliert diese Verordnung jedoch an Gültigkeit .

11. Auf welche Ausrüstung dürfen Sie im Winter keinesfalls verzichten?

Um während der kalten Jahreszeit keine zusätzlichen Probleme zu bekommen, sollte man sich entsprechend vorbereiten. Die Wetterverhältnisse im Winter erfordern eine entsprechende Ausrüstung für den Notfall. Demnach sind Winterreifen oder Allwetterreifen mit der Kennzeichnung (M+S) Pflicht, auch die Profiltiefe der Reifen muss ausreichend sein. Die entsprechende Profiltiefe ist für die Fahrsicherheit ausschlaggebend. Sie soll eine gute Haftung der Reifen auf der Fahrbahn sicherstellen. Eine gute Bereifung ist zu jeder Jahreszeit wichtig, insbesondere im Winter.

Es gibt mechanische und digitale Messgeräte für die Messung der Profiltiefe von Reifen. Ebenfalls bestehen auch teure automatische Messgeräte.

Tipp: Schnell und unkompliziert kann man auch mit einer ein Euromünze überprüfen, ob die Profiltiefe ausreichend ist. Der Messingrand der Münze muss ganz im Profil verschwinden. In diesem Fall bedeutet es, dass die Profiltiefe den gesetzlichen Normen noch entspricht.

Auf eine Schneekettenpflicht erinnern Sie entsprechende Verkehrsschilder. Dabei dürfen Sie nicht vergessen, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung bei der Verwendung von Schneeketten lediglich 50 km/h beträgt.

Was Sie im Winter unbedingt im Fahrzeug haben sollten:

  • Wolldecken,
  • Schneeketten,
  • Starthilfekabel,
  • Enteisungsspray,
  • Eiskratzer,
  • ausreichend Proviant falls Sie längere Zeit mit dem Fahrzeug liegen bleiben

Frostschutz ist wesentlich!

Auf Frostschutzmittel im Kühler sollten Sie unbedingt rechtzeitig vor Winterbeginn Acht geben. Auch die Wirksamkeit sollte überprüft werden.  Zum Überprüfen der Wirksamkeit gibt es an Tankstellen günstige Frostschutzprüfer zu kaufen. Eine Überprüfung durch eine Werkstatt ist somit erforderlich. Die Handhabung ist sehr einfach. Man führt den Prüfer in das Kühlwasser ein und liest anschließend die Grade ab. Das Kühlmittel sollte bis mindesten – 25 Grad vor Frost schützen. Auch das Scheibenwischwasser muss frostbeständig sein.

Die Autobatterie wird besonders im Winter stark beansprucht. Daher sollte man sie noch vor Winterbeginn überprüfen. Die Lichtanlage soll man ebenfalls überprüft haben. Auch sie ist im Winter besonders gefordert. Die Bremsen müssen immer einwandfrei funktionieren. Insbesondere bei vereisten Fahrbahnen, müssen sie gleichmäßig bremsen, damit das Fahrzeug nicht ins Schleudern kommt.

Da man nie weiß, ob man in Stau gerät und eventuell mehrere Stunden warten muss, sollte man auch darauf vorbereitet sein. Im Inneren des Wagens sollten Sie immer eine oder mehrere warme Decken mitführen. Auch Nahrungsmittel oder kleinere Snacks sollte man im Wagen haben. Warme Handschuhe und Kopfbedeckung, können bei Außenarbeiten, wie z.B. das Eiskratzen oder Reifenwechsel ein wahrer Segen sein. Ein Starthilfekabel sowohl Abschleppseil sind im Winter oft unerlässlich. Auch ein Enteisungsmittel für das Schloss leistet bei vereisten Schlössern ausgezeichnete Dienste.

Schnee und Eis macht mich nicht heiß!

Für Winterfahrverhältnisse richtig gewappnet zu sein, bedeutet sicheres Fahren. Mit entsprechender Ausstattung verliert der Winter nichts an seinem Reiz.


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