Unfall was tun als Geschädigter?

Unfall was tun als Geschädigter

Unfall: Was tun als Geschädigter?

Große und kleine Unfälle lassen sich im Straßenverkehr nicht verhindern. Wenn Sie als Geschädigter von Schäden an Ihrem Fahrzeug betroffen sind, stellt sich nach dem ersten Schock die große Frage: „Unfall – was tun als Geschädigter?“. Mit den folgenden Informationen erfahren Sie, wie Sie sich direkt nach dem Unfall richtig verhalten und was es in puncto Versicherung, rechtlicher Ansprüche und der Zusammenarbeit mit einem Gutachter zu wissen gibt.

Vorgehen und Ablauf bei einem Unfall als Geschädigter?

Ob Geschädigter oder Unfallverursacher, die wichtigste und erste Maßnahme am Unfallort ist die Absicherung. Verhindern Sie, dass vom Unfallort eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer ausgeht. Ist die Unfallstelle mit Warndreieck und anderen Maßnahmen gesichert, ist der Kontakt mit dem Schädiger wichtig.

Bleiben Sie hierbei ruhig und machen Sie diesem keine aggressivem Vorwürfe. Beide Parteien stehen noch unter dem Schock des Unfalls und werden deshalb etwas Zeit benötigen, das Geschehene zu verdauen. Gemeinsam sollten Sie den europäischen Unfallbericht ausfüllen, hierbei erfassen Sie auch die gegenseitigen Adressen und Versicherungen. Ein Eingeständnis der Schuld sollte keine der beiden Seiten geben oder abstreiten, dies kann später sonst juristisch gegen Sie verwendet werden.

Falls Ihr Fahrzeug nicht mehr fahrfähig ist, werden Sie dieses abschleppen lassen wollen. Falls Sie die Sicherheit haben, als Geschädigter die Schadenskosten an Ihren Unfallgegner abzugeben, wird die Kosten hierfür die gegnerische Versicherung übernehmen.

Falls es keinen direkten Unfallgegner gibt, zum Beispiel bei einer Fahrerflucht, sollten Sie auf Ihren Automobilclub (ADAC) zurückgreifen.

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Polizei rufen bei einem Autounfall

Bei einem Unfall die Polizei zu rufen, ist in vielen Fällen empfehlenswert. Zu den wichtigsten Situationen, die für eine Unfallaufnahme durch die Polizei sprechen, gehören:

  • Die Unfallsituation ist zu komplex, um Sie einfach in einem Unfallbericht zu erfassen.
  • Beide Parteien des Unfalls sind zerstritten und es gibt keinerlei Kooperationsbereitschaft.
  • Der Unfall hat zu größeren Sach- und Personenschäden geführt.
  • Sie kennen als Geschädigter Ihren Unfallgegner nicht.

Ist die Polizei am Unfallort erschienen, findet eine professionelle Aufnahme des Unfalls statt. Fotos und Protokolle sind eine wichtige Grundlage für den Gesetzgeber sowie Versicherungen in der Schuldfrage, weshalb die professionelle Unfallaufnahme oft zu empfehlen ist. Lediglich bei klassischen Bagatellschäden sollten sich beide Seiten den Aufwand ersparen.

Da die Aufnahme des Unfalls der Sicherstellung der öffentlichen Ordnung dient, müssen Sie für den Kontakt zur Polizei keine Kosten fürchten. Eine offizielle Frist für die Aufnahme des Schadens durch die Polizei gibt es nicht, die Sichtung und Meldung ist jedoch innerhalb von 24 Stunden zu empfehlen. In den meisten Fällen findet ohnehin eine akute Unfallaufnahme direkt nach Eintritt des Unfalls statt.

Unfall beschreiben

Für die Klärung der Schuldfrage, beispielsweise für die Zahlung von Schadenersatz durch die Versicherung, ist eine genaue Beschreibung des Unfalls entscheidend. Eine Unfall-Skizze zu erstellen, ist der Standard und auch durch ein entsprechendes Feld zum Zeichnen im europäischen Unfallbericht vorgesehen. Im Zeitalter des Smartphones ist es hilfreich, Fotos vom Unfallort mit den genauen Schäden zu machen.

Nach dem Unfall empfiehlt es sich, in einer ruhigen Minute einen konkreten Unfallbericht zu schreiben. Dies sollte unabhängig von der Aufnahme des Schadens durch die Polizei erfolgen. Die Erfahrung zeigt, dass der Unfallhergang im Laufe von Tagen oder Wochen nicht mehr exakt erinnert werden kann. Auf diese Weise entstehen während der Verhandlung vor einem Verkehrsgericht nicht selten widersprüchliche Aussagen von Zeugen.

Neben dem eigenen Unfallbericht ist die Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Kfz Gutachter zu empfehlen. Dieser kann realistisch Art und Wert des Schadens einschätzen. Die Kosten hierfür müssen Sie als Geschädigter nicht tragen, was die professionelle Bewertung des Schadens durch einen Experten erleichtern dürfte.

Autounfall der Versicherung melden

Möglichst zeitnah nach dem Unfall sollten Sie hierüber Ihre Versicherung in Kenntnis setzen. Hierbei spielt es zunächst keine Rolle, ob Sie Schädiger oder Geschädigter sind. Bei vielen Unfällen ist die Schuldfrage nicht eindeutig zu klären, so dass es zu einer anteiligen Übernahme der Schadenskosten kommt. Oft einigen sich die Versicherungen untereinander oder ein Verkehrsgericht klärt die anteilige Schuldfrage ab.

Auch wenn Sie niemals am Unfallort Ihre Schuld eingestehen sollten, ist Sie in vielen Situationen offensichtlich. Sofern hierüber stillschweigend Einigkeit herrscht, kann dies in einem offenen Gespräch mit der Versicherung zugegeben werden. Umgekehrt werden Sie schnell von der gegnerischen Versicherung hören, die Ihnen den Schadenersatz leisten muss. Sollte dies der Fall sein, ist hier oberste Vorsicht geboten!

Aus der Perspektive des Geschädigten versuchen viele Versicherungen leider, den zu zahlenden Schadenersatz zu drücken. Ein typischer Trick ist die Erstellung eines Kfz Gutachtens der gegnerischen Versicherung, das Ihren erlittenen Schaden unnötig niedrig ansetzt. Ein solches Kfz Gutachten müssen Sie nicht akzeptieren. Ihnen als Geschädigter steht es offen, ein eigenes versicherungsunabhängigen Kfz Gutachten durch einen erfahrenen Kfz Sachverständigen erstellen zu lassen. Die Kosten hierfür lässt sich an die gegnerische Partei weitergeben.

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Rechte und Ansprüche bei einem Autounfall?

Falls Sie Geschädigter bei einem Autounfall sind, nimmt dies auf vielen Ebenen Einfluss auf Leben und Alltag. Vielen Geschädigten ist nicht bewusst, dass Sie für diese Eingriffe einen aktiven Schadenersatz verlangen können. Eine Reihe von Kosten lassen sich an Ihren Schädiger abgeben, die im Regelfall von der gegnerischen Versicherung übernommen werden.

Zu den wichtigsten Ansprüchen gehören:

  • Anspruch auf einen Anwalt, dessen Kosten der Verursacher für den Unfall übernimmt.
  • unabhängiges Kfz Gutachten, wobei Sie den Kfz Sachverständigen selbst auswählen dürfen.
  • Anspruch auf einen Mietwagen (im Regelfall ab einer täglichen, notwendigen Fahrleistung von 30 km oder mehr gewährt).
  • Ansprüche auf einen Nutzungsausfall, vor allem bei einer gewerblichen KFZ-Nutzung.
  • Schmerzensgeldansprüche, sofern Sie qualifizierte Nachweise eines Arztes vorlegen können.

Die genannten Ansprüche sollten Sie ohne Bedenken nutzen, wenn die Schuldfrage geklärt ist und Sie als Geschädigter in der Situation dastehen. Wichtig ist, für alle in Anspruch genommenen Leistungen oder zustehenden Gelder Nachweise zu erstellen bzw. aufzubewahren und bei der Versicherung einzurechnen, zum Beispiel die Abrechnung eines Mietwagenanbieters.

Falls die Schuldfrage noch ungeklärt ist, kann es zu einer anteiligen oder vollständigen Zahlung der Kosten durch Sie kommen. Hier hat ein Verkehrsgericht zu entscheiden, zu welchem Teil Sie Schuld am Unfall sind. Die Kosten der genannten Ansprüche werden in diesem Fall auch nur anteilig gedeckt.

Autounfall ohne Versicherung regeln?

Es gibt Situationen, in denen die Abwicklung eines Unfalls ohne Versicherung sinnvoll ist. Zum einen übernimmt die Autoversicherung oftmals zunächst nicht sämtliche Kosten, beispielsweise bei geschädigten Reifen. Zum anderen kann der Schädiger den Wunsch äußern, den Schadenersatz lieber privat zu zahlen, um nicht in seiner Schadenfreiheitsklasse hochgestuft zu werden. Falls sich beide Seiten einigen, sind solche Absprachen selbstverständlich möglich.

Bei einem Autounfall einen Kfz Gutachter rufen?

Um einen realistischen und präzisen Wert des erlittenen Schadens zu bestimmen, ist es nicht die beste Wahl, den Schaden durch eine klassische KFZ-Werkstatt bewerten zu lassen. Sinnvoller ist, einen erfahrenen neutralen Kfz Gutachter zu Rate zu ziehen. Dieser nimmt als unabhängiger Partner eine seriöse Bewertung vor und kann seine Expertise fundiert darlegen, dass sie auch vor Versicherungen oder einer Gerichtsverhandlung standhält.

Wichtig ist: Suchen Sie sich Ihren Kfz Gutachter selbst frei aus! Gehen Sie nicht auf das Angebot der gegnerischen Versicherung ein, den Schaden durch einen Gutachter der Versicherung prüfen zu lassen. Sofern Sie der Geschädigte sind, übernimmt die gegnerische Versicherung die Gutachterkosten.

Das Kfz Sachverständigenbüro Raiolo ist in Hamburg und Umgebung Ihr Ansprechpartner, wenn es zu einem Unfallschaden gekommen ist!

Anwalt einschalten bei Autounfall?

Es besteht keine gesetzliche Pflicht, einen Anwalt nach einem Autounfall einzuschalten. Lediglich wenn es zur Verhandlung vor einem Verkehrsgericht kommt, werden Sie nicht auf den juristischen Beistand verzichten können. Auch ohne eine solche Verhandlung lohnt der Besuch in einer Anwaltskanzlei.

Ein Rechtsanwalt mit dem Fachgebiet Verkehrsrecht ist ein kompetenter Ansprechpartner nach der Unfallsituation und gibt Ihnen vom Thema Schmerzensgeld bis zum richtigen Umgang mit der gegnerischen Versicherung wertvolle Tipps. Als Geschädigter nach einem Unfall tragen Sie die Kosten für diese Form der Rechtsberatung nicht selbst.

Profitieren Sie hier von unserem Netzwerk an kompetenten Fachanwälten für Verkehrsrecht. Gerne stellen wir Ihnen einen Partneranwalt zur Seite! Sprechen Sie uns einfach an.

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